Archive for April, 2009
Steck einen Gruß mit hinein
Ungeduldig schlenderte ich auf dem Balkon hin und her, immer die Straße im Auge. Na prima, pünktlich wie immer!
Freudig öffnete ich und hielt Michael die Wange zum Küsschen hin. Wie eine kalte Dusche war mir seine Mürrischkeit. “Du”, bot ich an, “wenn du aber keine rechte Zeit hast, oder keine Lust, ich kann auch noch bei der Spedition anrufen, dass mir die Möbelträger morgen die Schrankwand auseinander bauen. Hätte ich gleich, aber du hast dich so nett angeboten.”
Seine Antwort überraschte mich nicht. Seit er mit meiner besten Freundin liiert war, mit ihr zusammen wohnte, zerfraß die sich vor Eifersucht. Ich merkte, wie auch Michael darunter litt. “Weißt du, was sie mir nachgerufen hat?” gestand er offen, “steck einen Gruß mit rein!”
Ich weiß nicht genau, was mir die Farbe ins Gesicht trieb. Was es die Verdächtigung, die Boshaftigkeit, nicht zum ersten Mal, oder gar ganz weit im Hintergrund der Gedanke: schön wär’s.
Recht einsilbig gingen wir ans Werk, packten zuerst Glas und Kristall in die bereitstehenden Kartons. Ich hing meinen Gedanken nach und Micha begann auch kein Gespräch. Mit dem Anflug eines schlechten Gewissens schielte ich an mir herunter. Mein Gott, dachte ich, könnte Kathreen sehen, wie ich unbewusst im knappen Kittelschürzchen mit meinen Pfunden wuchere, sie würde sich wieder recht geben.
Neben mir knurrte es: “Kannst du nicht mal mit ihr reden? Entweder wir sind Freunde, oder…”
Ich nahm ihm die Vase aus der Hand, und zog ihn zur Couch. Unsicher begann ich meine Beichte: “Du, Michael, ich glaube an der Eifersüchtelei trage ich nicht wenig Schuld.”
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Wallis Gier wird zum Verhängnis
Fred will wissen, ob Achim keine Bedenken hat, seinen Filius mit in die Sache hineinzuziehen. Achim winkt ab und kontert: “Kennst du eine bessere Methode, als über Klassenkameraden und andere Mitschüler auszuforschen, wann und für wie lange die Leute während der großen Ferien verreisen?”
Die kesse Walli scheint die Diskussion mit einer raschen Handbewegung wegwischen zu wollen. Sie verweist darauf, dass die Masche auch während der Winterferien aufgegangen war. Nach vierzehn Tagen kommt sie auf ihren Standpunkt zurück, hat recht behalten. Es ist der fünfte Ferientag und schon sechs Einfamilienhäuser wurden fein säuberlich geöffnet, gründlich ausgeräumt und wieder ordentlich verschlossen. Erst bei der Rückkehr werden die Ausgeraubten merken, dass sie andere Schließzylinder in einer der Außentüren haben.
An das siebte Häuschen sollen die drei eine Weile denken. Vom Garten her war es einfach, das Schloss ohne Aufsehen zu knacken. Wie bei den meisten Brüchen, nimmt sich Achim umgehend die Kellerräume vor, Fred verharrt regungslos im Erdgeschoss, bis er sicher ist, dass Walli im Obergeschoss keine Überraschung erwartet. Die hat die junge Frau in der Tat, aber ohne einen Grund zur Besorgnis. Sie steht mit offenem Mund in der Schlafzimmertür. Nein, Schlafzimmer ist ein zu schwacher Begriff. Ein Lusttempel ist es. So etwas hat sie noch nie im Leben gesehen. Zuerst fallen ihr die großzügige Verspiegelung der Zimmerdecke auf und die vielen, vielen kleinen Lämpchen, die wie ein Sternenhimmel anmuten. Sie dreht am Lichtschalter und ist überrascht. Die Beleuchtung ändert sich von Tageshelle bis zum romantischen Muschebubu. Ein Bett ist es auch nicht, was im Zimmer dominiert, sondern eine riesige Spielwiese aus rotem Leder mit einer Menge kuscheliger Felle und Kissen. An den Wänden kann sie die verrücktesten erotischen Bilder bewundern. Alte Meister finden sich neben modernen Lithographien, großformatigen Fotos und Collagen. Eines ist allen gemeinsam, die Männer haben unverschämte Prügel und die Frauen willkürlich überzeichnete Brüste und Genitalen. Walli fährt die Überraschung heiß in den Schoß. Sie muss sich bei der Betrachtung der strammen Kerle einfach unter den Rock greifen. Es wird noch schlimmer. Alles was in diesem Raum an Schnickschnack steht, liegt und hängt, ist in Form eines straffen Penis, einer süßen Muschi oder ackernder Paare. Sie greift nach der Kerze, die dem Ding eines gutgebauten Mannes verdammt ähnlich ist. Der Docht wurde noch niemals angezündet. Er nimmt sich aus, wie der erste heißen Spritzer oder auch wie das letzte Tröpfchen. Walli kennt ihr wildes Mäuschen. Sie tut ihr den Gefallen, schiebt den Slip einfach zur Seite und die wunderschöne Kerze zwischen die Lippen, die sich durch die geile Umgebung sehr rasch befeuchtet haben. Mit dem kräftigen Ding zwischen den Beinen kramt sie in den Fächern am Kopfende der Spielwiese. Was sie überrascht auf dem Lager ausbreitet, das ist wie ein Querschnitt durch das Angebot eines Erotikshops. Die Kerze hat ihren kleinen Liebesdienst geleistet, sie landet ohne weiteres Interesse auf den Boden. Viel verlockender ist erst einmal der schnurrende Dildo mit den vielen Noppen am Aufsatz. Mit einem Satz liegt die lüsterne Diebin flach auf dem roten Leder. Ihr Slip landet in dem großen Beutel, den sie eigentlich für die Unterbringung von Diebesgut mitgebracht hat. Einen Moment will sie sich diesen unbekannten Genus gönnen. Die weichen Noppen vibrieren durch den ganzen Schoß, treffen immer wieder genau den Punkt, der mit aller Macht nach mehr bettelt. Das bekommt er, nämlich die ganze dicke Knolle, weit hinein ins volle Menschenleben.
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Die fragliche Stunde
Mit hochroten Köpfen saßen sich Heike und Ronny im spärlich eingerichteten Wohnzimmer gegenüber. Ein wenig Röte kam wohl vom Alkohol. Ein gut Teil allerdings vom heißen Gespräch. “Ich weiß nicht, wie wir von den Schuldenberg wieder runterkommen”, jammerte Heike. “Nun kommt auch noch deine Arbeitslosigkeit dazu.”
“Ich weiß etwas, was gar kein Geld kostete”, wisperte Ronnie an ihrem Ohr und biss in ihr Ohrläppchen. Die junge Frau sprang sofort an. Das Ohrläppchen war nun mal eine ihrer empfindsamsten Stellen. Sie ließ sich mit dem Kopf in seinen Schoß fallen und freute sich über seine sanfte Massage an den Brüsten. Das Zucken und Pochen an ihrem Kopf ließ sie endlich auf andere Gedanken kommen. Sie tastete, streichelte und zog den Reißverschluss mit einem Zug auf. Kerzengerade stand der lockende Pint vor ihren Augen. Nur eine kleine Drehung, dann konnte sie mit der Zungenspitze über den ganzen langen Mast huschen. Ronnie zuckte jedes Mal zusammen, wenn sie über das Bändchen und um die dicke Wulst fuhr. Ihm war auch danach, auf andere Gedanken zu kommen. Mühselig streichelte er ihr das T-Shirt über den Kopf und drückte den Vorderverschluss des Büstenhalters auf. Küsschen rechts und Küsschen links. Bereitwillig hob sie den Po, um bei Rock und Slip behilflich zu sein. Breitbeinig holte er sie über seinen Kopf. Als er sich am Kitzler festsaugte, und sie sich ganz lang machte, um seinen Pint mit den Lippen einzufangen, da gab es wirklich nur noch die großen Gefühle. Geld, Schulden und Arbeitslosigkeit rückten in weite Ferne. Nur ein Gedanke bohrte Ronnie noch im Kopf. Mit dem trug er sich schon tagelang herum.
Nach der ausgiebigen französischen Vorspeise quälte der Durst. Während sich Heike erwartungsvoll ausstreckte, schenkte er den Rest aus der Rotweinflasche ein. Dass Heike in ihren wonnigen Gefühlen die Augen geschlossen hielt, das kam ihm für seinen kleinen Handgriff sehr entgegen.
Sie leerten die Gläser und Heike ging in den Sattel. Bei seinen gefühlvollen Stößen knurrte sie zufrieden. Nur hin und wieder fachte sie das Tempo mit energischen Hüftschwüngen ein wenig an. Sie kam, keuchte und rollte von ihm ab. Schon wieder hatte sie die Augen geschlossen. Diesmal scheinbar für länger und nicht in froher Erwartung. Leicht kniff Ronnie in ihren Arm. Dann fester. Nur der Arm zuckte. Die Augen blieben fest geschlossen. Read more
2 commentsSelbstkasteiung
Seit beinahe zwei Jahren war ich mit Gernot versprochen, wie man früher so sagte. Mit siebzehn hatte ich ihn bei einer Bibelstunde der Gemeinde kennen gelernt und mich in ihn auf den ersten Blick verliebt. Nachdem wir schon einige Wochen miteinander gegangen waren, staunte ich, dass er sich noch immer mit Küsschen vor der Haustür begnügte. Ich rechnete es ihm allerdings hoch an. Er hätte bei mir keinen Blumentopf gewinnen können, wenn er mich zu Sex gedrängt hätte.
Eines Tages kamen wir darauf zu sprechen. In vielen Dingen hatte wir zuvor schon Übereinstimmung zu Fragen des täglichen Lebens gehabt, zur Politik und was weiß ich noch. Nun stimmten wir auch noch darin überein, uns bis zur Hochzeit aufzusparen. Gernot sagte frei heraus, dass er vor der Hochzeit nicht mit mir schlafen wollte. Das war auch meine Auffassung, wenn auch nicht so ganz überzeugt wie er. Die große Liebe zu ihm unterdrückte den Zipfel Sehnsucht und Neugier in mir.
Was mir zu schaffen machte: Alle meine Freundinnen schwärmten zuweilen von ihrem ersten Mal. Bei der einen war es hinter der Diskothek an einem Baum geschehen. Ausführlich erzählte sie mir, wie ihr der Junge schon in der Disko ein heimliches Petting gemacht hatte. Als sie mit ihm ins Freie ging, da war sie schon wahnsinnig aufgereizt und ihm sogar behilflich, aus dem Slip zu steigen.
Eine andere hatte ihren Lover ins Haus gelockt, als die Eltern übers Wochenende verreist waren. Da hatte sie nicht nur ihr erstes Mal gehabt, sondern gleich ein ganzes Sexwochenende. Der Junge hatte eine ganze Tasche voll Videos mitgebracht, von denen die Hälfte Pornos waren. Lange konnten die beiden nicht nur Zuschauer bleiben. Auf der Couch der Eltern hat er sie zu Eva gemacht und entjungfert.
Bei einer dritten war es während eines Ferienjobs geschehen. In einer Brauerei hatte sie während der Ferien drei Wochen gearbeitet. Der junge Braumeister hatte mit ihr eine sehr ausführliche Betriebsführung gemacht. Bis in die finstersten Ecken des Lagerkellers hat er sie geführt und dort verführt.
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Frust und Lust
Die letzten Ferien in Saalbach-Hinterglemm hatte ich noch in unguter Erinnerung. Winterurlaub war es, und ich musste mit einem Gipsbein nach Hause gebracht werden. Nun steuerte ich wieder dieses Ziel an, allerdings bei herrlichem Sommerwetter. Ich liebe diese Gegend; ich fühle mich in meiner Stammpension schon richtig heimisch. Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich ein paar ganz besondere Erlebnisse, die einen ausführlichen Platz in meinem Tagebuch einnehmen.
Schon die dritte Nacht war ich von Geräuschen im Nebenzimmer erwacht. Es hörte sich an, als werden Möbel gerückt und dazu kamen laute erboste Stimmen von einer Frau und von einem Mann. Streiten könnten die sich auch daheim, dachte ich erbost. Beinahe hätte ich an die Wand geklopft. Was soll’s, dann hätte es sich vielleicht noch mehr aufgeschaukelt. Ehe ich wieder einschlief, hörte ich die Frau noch geifern: “Einfalls los und träge bist du.” Ich musste trotz meines Ärgers lächeln. Träge und einfallslos, auf was konnte sich das schon mitten der Nacht beziehen? Überraschend war für mich allerdings, dass eine Frau ihrem Mann das so unverblümt an den Kopf knallte. Von Freundinnen und Bekannten wusste ich ja auch, dass sie oft im Bett mit ihren Männern nicht zufrieden waren. Ich konnte solchen Gesprächen nur mit Erinnerungen an meine ganz jungen Jahre beitragen. Den ersten und letzten Mann in meinem Leben hatte ich mit achtzehn, und der war mehr als ungeschickt, obwohl er zehn Jahre älter war als ich. Nun bin ich selber mehr als zehn Jahre älter und sehr zufrieden mit meiner allerbesten Freundin. Schade, sie bekam während der Sommermonate von der Firma keinen Urlaub.
Am Morgen überflog ich die Gäste im Frühstückzimmer. Ich wusste noch nicht, welches Paar neben mir wohnte. Der Kellner half mir. Er wies auf meine Frage mit dem Kopf in die äußerste Ecke. Es war ein junges Paar, um die fünfundzwanzig Jahre herum. Äußerlich schienen sie sehr gut zueinander zu passen. Sie, eine bildhübsche Frau mit einer rabenschwarzen Mähne und er ein sehr sportlicher, gutaussehender Mann. Einen hohen IQ konnte man ihm an der Stirn ablesen.
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